Eibenheim

Eibenheim

Lieblingszitate

Wer sagt "Hier herrscht Freiheit" der lügt.
Denn Freiheit herrscht nicht.


Erich Fried

Lammas oder Lughnasadh

AllgemeinGeschrieben von yella Di, August 01, 2017 15:37:07
In der Nacht zum 2. August (bzw. siehe unten) feierten unsere Ahnen

smiley 'Lammas' oder 'Lughnasadh' smiley

Heidi Enthofer, die Betreiberin der Webseite www.jahreskreis.at hat auf ihrer Facebook-Seite 'Altes Wissen' einen wunderbaren Text zum ersten der drei Erntefeste im Jahreskreis verfasst, welcher sehr viel tiefer geht, als "nur" die Begehung des Festes zu beschreiben:

DIE SCHNITTERIN ZIEHT ÜBERS LAND

Für viele findet schon heute Nacht das Jahreskreisfest Lughnasadh, oder Lammas statt. Eigentlich gehört es zu den vier Mondfesten und wird eher bei abnehmender Mondphase zelebriert. Meinem Empfinden nach, befinden wir uns bereits seit der Zeit kurz vor dem letzten Neumond in der Schnitterinnenphase und ich glaube, dass wir zum kommenden Neumond,der am 21 August stattfindet, einen Höhepunkt ihrer Energie erleben werden.

Dieses Jahreskreisfest ist das erste von drei Erntefesten im Jahreszeitenrad. Gefeiert wurde vor allem die Kornernte und das Backen des ersten Brotes. Die Göttin wanderte in Gestalt der Schnitterin über die Felder und brachte dem Korn mit ihrer Sichel den todbringenden Schnitt, damit die Menschen weiter leben konnten. Sie wurde in ihrer Kraft der Klarheit und des Mutes gefeiert und verehrt. Den Wettergottheiten wurde ebenso Dank ausgesprochen, wie den Kräften von Mutter Erde und Vater Himmel. Natürlich feierten die Menschen auch die eigene getane Arbeit, die dazu führte, dass eine Ernte überhaupt möglich wurde. Alle, die einen eigenen Garten pflegen wiesen, wieviel Arbeit dafür notwendig ist, dass eine gute Ernte eingefahren werden kann. Das Wetter und die Kraft von Sonne und Erde tun für den Erfolg ihr übriges. Jedenfalls darf tatsächlich gefeiert werden, wenn Früchte und Korn reif werden.

Kräuterkundige banden zu diesem Fest ihren magischen Kräuterbuschen, der alle Heilkräuter beinhaltete, die über den Winter helfen, wenn Krankheit oder Unheil nahte. Man wusste früher noch, dass die Heilkräuter zu dieser Zeit ihre dreifache Wirkung entfalten und daher war es eine bedeutende naturmagische Zeit, die bis heute daran erinnert, dass wir vorsorgen sollen und auch müssen.

Dies alles steht geschrieben und wird auch wieder fleißig erzählt. Mir wird allerdings das eigene Erfahren der Jahreskreisfeste immer wichtiger. Ich feiere jetzt schon so viele Jahre und hab schon so viele eigene Rituale dazu entwickelt und abgehalten, dass ich diese Feste wohl auch schon durch einen eigenen Blickwinkel heraus betrachten kann.

Gerade heuer empfinde ich, dass die Schnitterin ganz besonders stark an unserer Seite steht. Irgendwie verkörpert sie für mich das derzeitige Zeitgeschehen und hat dadurch gerade jetzt eine wirklich sehr wichtige Aufgabe.

Ich liebe ihre Kraft, denn sie erinnert daran, dass wir durchtrennen dürfen, schneiden dürfen und alles loslassen dürfen, was uns nicht mehr dienlich ist. Korn das verfault ist, gehört einfach weg und genauso ist es mit Lebensthemen, die ausgedient haben und uns nicht mehr weiter bringen.

In diesen Tagen weilt die Schnitterin oft an unserer Seite und ermuntert uns, dass wir sowohl Mut, als auch Kraft und vor allem Klarheit finden dürfen, um unsere eigene Sichel in die Hand zu nehmen und zu durchtrennen, was nicht mehr zu uns gehört. Im Ritual erleben die Frauen hierbei oft sehr große Befreiung, wenn sie ihre Sichel zielsicher führen und mit Sanftheit, oder auch mit Wildjheit und manchmal auch ein wenig mit Wut im Bauch einen klaren Schnitt setzen und ein lautes Nein oder Stop aussprechen. Es ist der Mut, der in die eigene Freiheit führt und die Klarheit, die wir finden, wenn wir tief in uns erkannt haben, dass etwas losgelassen werden muss, weil es sonst im leben weiter faulen würde.

Begleitet werden wir in all diesen Tagen von der Göttin selbst, die als Schnitterin bei uns ist und uns stärkt und ermutigt. Ich schätze und liebe sie so sehr dafür und bin derzeit in ständiger Zwiesprache mit ihr, da auch ich manchmal Hilfe benötige. Trennen ist nicht immer einfach und Loslassen meist sogar eine Kunst :)))) . Wie sehr ich ihre Unterstützung schätze!

Doch es bleibt nicht beim Trennen. Was gerade in in diesen Tagen und Wochen besonders stark spürbar wird, ist das Annehmen der eigenen Ernte. Die Schnitterin will , dass wir endlich erkennen wer wir sind, wofür wir hier sind und dass wir so vieles hierher mitgebracht haben, was ganz besonders schön, wichtig und vor allem auch richtig ist. Sie flüstert, oder ruft uns zu: "Nimm deine Ernte an! Erkenne all deine Stärken und Fähigkeiten. Sag Ja zu dir selbst . Feiere und zelebriere Dich. Erkenne deine Stärke und deine Macht. Nimm an, was dir mitgegeben wurde. Nimm es liebevoll und liebend zu dir und zeig es dann der ganzen Welt. Ernte, was du auf Seelenebene seit Äonen gesät hast - werde endlich wieder du selbst. Werde frei und stark in dem, was du bist und liebe dich endlich wieder dafür"

Was für eine Botschaft - oder?

Ich wünsche euch, dass ihr in diesen Tagen Kraft und Mut findet, sowohl zu Durchtrennen, als auch Anzunehmen.

Denn dies sind die Botschaften und Qualitäten der Schnitterin, die derzeit über das Land zieht und uns liebend, wie die Göttin es immer tut, begleitet. So sehe und spüre ICH dieses Fest und wir haben letztendlich einige Wochen dafür Zeit,

P.S am 21. August werde ich im Mühlviertel/Oberösterreich ein Ritual des Trennens und Annehmens durchführen - wer Interesse hat , schreibt bitte eine PN.

AHO








  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post89