Eibenheim

Eibenheim

Wer sagt "Hier herrscht Freiheit" der lügt. Denn Freiheit herrscht nicht. Erich Fried


Blog des Familienlandsitzes Eibenheim - über uns, unsere Lebensweise und Interessantes zu den Themen Selbermacher, FreiSein und alternative Lösungen für das Leben

Salzteiggebastel

SelbermacherGeschrieben von yella So, November 05, 2017 20:14:30
Vielleicht mag der eine oder andere sich noch daran erinnern: Grundschule - Muttertagsbasteln - mehr oder weniger definierbare Gebilde aus Salzteig. Aber mit gaaanz viel Liebe. :-)
Ganz unabhängig von anstehenden Feiertagen wollte ich es noch einmal wissen: Kann man auch etwas Schönes aus Salzteig basteln? Das Internet sagt, dass man statt Mehl auch Natron&Stärke in den Teig rühren kann - dann werden die Kreationen zarter und sehen edler aus. Ein kurzer Blick in den Vorratsschrank brachte eine schnelle Entscheidung: Mehl. Aber einfach nur Mehl und dann so sandfarbene Figürchen sind ja auch nix. Also musste noch Farbe her. Auf natürliche Art und Weise kann man seinen Teig zum Beispiel mit Kurkuma, Paprikapulver, Kakao oder Spinat- oder Rotkohlwasser färben, da ich von einem anderen Experiment aber noch ein paar Lebensmittelfarben hier herumfliegen hatte, habe ich es mir leicht gemacht.

Salzteig laut Rezept, aufgepeppt mit Stärke, weil ich mir einbilde, dass dann das Ergebnis feiner wird:

1 1/2 Tassen Mehl
1/2 Tasse Stärke
1 Tasse Salz
1 Tasse Wasser
1 TL Öl

Alles gut verkneten und dann nach Belieben färben - wenn färben, dann beachten, dass dadurch der Teig wieder feuchter wird, also entweder von vorneherein weniger Wasser verwenden oder hinterher noch etwas Mehl dazugeben.
Dann der Kreativität freien Lauf lassen.
Man kann die fertigen Figuren im Backofen oder an der Luft trocknen lassen - ersteres geht schneller, zweiteres braucht etwas Geduld. Da ich in meinem Holzbackofen keine konstante Temperatur gewährleisten kann, war ich "gezwungen", das mit der Lufttrocknung zu probieren. Klappt wunderbar, es dauert aber tatsächlich ein paar Tage, bis alle Figuren durchgetrocknet sind - das Wenden der kreativen Ergüsse nicht vergessen!
Wie man sieht, hellen sich die Farben beim Trocknen ziemlich auf, aus den intensiven Regenbogenfarben im nassen Zustand wurden am Ende zartere Pastelltöne, die ich aber auch ganz bezaubernd finde!






  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post99

Upcycling #3

SelbermacherGeschrieben von yella Di, September 26, 2017 10:24:02

Teppich aus alten Kleidern

Wenn du Kleidungsstücke hast, die eigentlich noch gut, aber nicht mehr an den Mann zu bringen sind, kannst du sie zu Bändern zerschneiden und einen super Teppich draus häkeln - hier mal die runde Variante.
Mit Klischeekatze, die mit dem Faden spielt und stolz den Teppich präsentierendem Hund.




  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post94

Wow!!! Lavendeldruck!

SelbermacherGeschrieben von yella Mi, August 02, 2017 17:13:02
... "Lavendeldruck?!" dachte ich, als ich das Wort das erste Mal hörte - und vor meinem inneren Auge entstand das Bild von irgendwas Kitschigem, bedruckt mit Lavendelblüten á la Serviettentechnik oder so...

Aber da lag mein inneres Auge glücklicherweise sowas von falsch! smiley

Lavendeldruck ist der Begriff für eine Übertragungstechnik von Motiven auf Stoff mittels Lavendelöl:
Kurz beschrieben: Man nehme ein dem Auge angenehmes Motiv, drucke es mit einem Laserdrucker aus (spiegelverkehrt!), lege das Motiv auf den Stoff, tränke es mit Lavendelöl, rubble das Motiv in den Stoff, fixiere mit dem Bügeleisen - und fertig!!!

Das muss ich unbedingt ausprobieren! Leider habe ich keinen Laserdrucker, aber beim nächsten Gang in die Stadt wird der Copy-Shop aufgesucht! smiley

Die genaue Anleitung findest du hier: www.smarticular.net/Lavendeldruck


  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post90

Flowerpower-Revival: Batiken

SelbermacherGeschrieben von yella Di, Juli 18, 2017 19:03:18
... ok, ich bin kein altes Blumenkind, zumindest nicht was die passende Epoche angeht, aber etwas hat wohl doch von meinen Eltern auf mich abgefärbt. smiley Á propros färben - da wären wir ja schon beim Thema!
Diverse weiße Laken und Hemden meiner Oma warten auf eine sinnvolle Weiterverarbeitung.
Weißer Stoff, Farben, hm..... was bietet sich da an? Ja genau! Die Farbe phantasievoll auf den Stoff zu bringen mittels Batiktechnik. Wenn man sich im Internet schlau macht, wie gesagt, als zu spät Geborene muss man das ja alles wieder neu entdecken, findet man so exotische Dinge wie "Shibori" - die japanische Batik-Variante - oder Wachsbatiken. Ich habe einfach mal ein paar Dinge ausprobiert.

Diverser weißer Stoff auf verschiedene Arten zusammengeschwurbelt und verknotet für (hoffentlich!) schöne Muster:

Dann nach einander in verschiedene Farben getaucht:


Das Ergebnis ist auf jeden Fall schön bunt smiley


...und was genäht wurde auch schon draus: Ein altes Bettlaken wurde vor dem Batiken per Schnittmuster schon zu Hosen Vorder- und Hinterteilen zugeschnitten:


Die fertige Hose sieht dann so aus:




  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post88

Upcycling #2

SelbermacherGeschrieben von yella Di, Juli 18, 2017 14:26:19
Aus einem aussortierten Kleid der Schwiegermutter... wird ein cooler Rock!




  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post87

Upcycling #1

SelbermacherGeschrieben von yella Di, Juli 18, 2017 14:01:44
... aus einer aussortieren Hose seines Patenonkels wird eine kurze Arbeitshose für den Göttergatten. Aus den übriggebliebenen Hosenbeinen werden "Behälter" smiley



  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post86

Genähtes

SelbermacherGeschrieben von yella Sa, April 29, 2017 21:15:05
Das Nähen - ich liebe es noch immer und immer mehr. Deswegen möchte ich dich an meiner Freude mit ein paar Abbildungen meiner Kreationen teilhaben lassen.

Eins meiner liebsten Shirts aus Reststoff:
Hier ein Kleid, genäht aus zwei Nachthemden meiner Oma:Mannmannmann, wenn ich die Magnolie nicht festhalten würde... smiley

Im Folgenden zweimal das selbe Kapuzenpulli-Schnittmuster, einmal aus dickerem Stoff und einmal in dünn:
...und noch eine Jacke, von der mein werter Herr Gemahl meint, dass ich darin aussehe wie von Raumschiff Enterprise, wenn sie geschlossen ist und mir in offenem Zustand nur noch eine Spritzblume zum perfekten Clownsoutfit fehlt.... smiley




  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post82

Leute machen Kleider

SelbermacherGeschrieben von yella Sa, April 29, 2017 20:18:29

Wie so vielen Menschen ist es auch mir wichtig, Kleidung zu tragen, die mir gefällt und in der ich mich wohlfühle. Da ich mich häufig in der aktuellen Mode nicht wiedergefunden habe, habe ich „damals“ relativ viel Zeit dafür aufgewendet, das Richtige für mich zu finden. Dabei hatte ich schon immer den Traum, mir meine Kleider selbst nähen zu können, allerdings bin ich nie mit einer Nähmaschine in Berührung gekommen und in meinem Kopf gab es das Bild, dass man das Nähen „gelernt“ haben muss, sonst kann man es eh nicht.

Ich kann mich erinnern, dass ich beim Lesen von Anastasias Beschreibung eines passenden Kleides für eine Frau beim Kennenlernen eines Mannes gedacht habe, dass das genau eines nach meinem Geschmack wäre. Aber wo soll man sowas finden?! Ist ja schließlich gerade nicht in Mode…

Als ich meinen Familienlandsitz bezog, rückte das Thema Mode erstmal in den Hintergrund – es gab so viel anderes zu lernen und zu entdecken, unsere Kleidung musste hier in erster Linie praktisch sein und dreckig werden können. Mein Traum vom Nähen war allerdings die ganze Zeit lebendig, vor allem, da ich hier die Muße hatte, darüber nachzudenken, was mir wirklich gut tut. Ich habe über die Bedeutung des Rockes für die Frau in der wedischen Kultur gelesen, muss jedoch sagen, dass ich einen langen Rock auf dem Landsitz recht unpraktisch finde: Beim Arbeiten im Garten breitet sich eine störende Stoffblume um einen herum aus , sobald man in die Hocke geht, steht der Hund auf dem Saum, beim Weiterlaufen steht man dann ohne Rock da und beim Spazieren durch eine natürliche Blumenwiese zerren die anhänglichen Vertreter der Flora am Stoff oder man verwickelt sich in Ästen, außerdem wird der weitschwingende Rock schnell zum unfreiwilligen Krabbeltiertaxi, ganz zu schweigen von Bienen oder Wespen, die sich unter den Stoff verirren und sich den Weg freistechen müssen. Schon früher, aber auf dem Familienlandsitz erst recht, träumte ich von bequemen, leichten Stoffhosen, die genau auf meine Größe zugeschnitten sind, ich sammelte schon lange Bilder und auch Schnittmuster von Modellen, die mir gefallen, eigens dafür gekaufter Stoff lag schon mehr als ein Jahr bereit und meine Schwiegermutter schenkte mir eine Nähmaschine, die ich lange schüchtern beäugte. Letztes Jahr nahm mich dann meine Nachbarin an die Hand und sprang mit mir über die letzte Hürde und mitten hinein in die konkrete Umsetzung: Meine erste Traumhose nahm konkrete Gestalt an! Ich war extrem glücklich und absolut fasziniert!


Hier hab ich nicht die Jeans sondern das Oberteil genäht! :-)


Seitdem nähe ich „wie verrückt“ und durfte dabei viel lernen. Nicht nur über das Nähen an sich, ich wurde auch feinfühliger, was die Energien angeht, welche in die Gestaltung meiner Kleidungsstücke mit einfließt. Mittlerweile achte ich darauf, dass ich mich nur noch mit guten Gedanken und lichter Absicht an die Nähmaschine setze. Auch was den Stoff angeht bin ich sensibler geworden: Am liebsten verwende ich Materialien, die ich von meiner Familie bekommen habe, beispielsweise aussortierte Hemden meines Vaters oder Laken von meiner Oma. Diese Stoffe, von mir verarbeitet, ergeben für mich das perfekte Kleidungsstück: etwas, dass mir wirklich gefällt, passt, in dem meine schöpferische Absicht und die Energie meiner Ahnen steckt! Ich wertschätze meine selbst genähten Kleider viel mehr, sie werden gehegt und gepflegt und sind mir fast zu heilig zum Anziehen. Ich fühle mich jedes Mal ‚besonders‘ in ihnen, fasziniert davon, dass ich selbst Schöpferin eines Alltagsgegenstandes bin. Das mag etwas albern klingen, aber genau so ist es: besonders wir Deutschen haben bisher gelernt, dass wir für alles einen Schein haben müssen, um etwas zu können. Ich hatte keinen „Nähschein“ und die Erfahrung, etwas „trotzdem“ zu können hat für mich auch nach acht Jahren „learning by doing“ noch immer etwas Faszinierendes, jede dieser Erfahrungen bringen uns ein Stück mehr in unsere Souveränität als göttliche Schöpfer.







  • Kommentare(0)//blog.eibenheim.eu/#post78