Eibenheim

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Wer sagt "Hier herrscht Freiheit" der lügt. Denn Freiheit herrscht nicht. Erich Fried


Blog des Familienlandsitzes Eibenheim - über uns, unsere Lebensweise und Interessantes zu den Themen Selbermacher, FreiSein und alternative Lösungen für das Leben

Die eigene Gesundheit und die Selbstbestimmung

SelbermacherGeschrieben von yella Di, Mai 29, 2018 17:17:27

Die eigene Gesundheit und die Selbstbestimmung

„Heute geh` ich zum Arzt, denn der muss auch leben. Der verschreibt mir was, denn die Pharmaindustrie muss auch leben. Das kauf ich in der Apotheke, denn die müssen auch leben... Und dann schmeiss ich das ganze Zeug weg, denn ich will auch leben.“ – Selbstversorgung hat sehr viel mit Selbstbestimmung zu tun, obiges Zitat von Luisa Francia bringt das sehr schön auf den Punkt. Wer seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen möchte, der befreit natürlich zuerst einmal seinen Vorratsschrank in der Küche von allem, was nur Nahrungs- und nicht LEBENsmittel ist und auch das eigene Oberstübchen sollte dann gründlich ausgemistet werden.

Darüber hinaus ist „gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen“, das sagte schon Pfarrer Kneipp, eines davon möchten wir euch heute ans Herz legen – es ist nahezu allgegenwärtig und altbekannt, es gibt auch schon viele Berichte darüber, aber da es so leicht zu "bekommen" und zu verarbeiten ist, stellen wir es hier stellvertretend vor: die Rede ist vom Spitzwegerich!

Bei Spaziergängen bildet er das Notfallmittel bei Insektenstichen: Einfach ein Blatt grob zerkauen und den Brei dann auf die Stichstelle auftragen - wirkt wunderbar!

Als Salbe hilft er bei Stichen jeder Art, Wunden, Entzündungen, Ekzemen und Verbrennungen, als Saft oder Sirup bei Husten und anderen Atemwegserkrankungen wie Asthma und Lugenentzündung, sowie Reizdarm und Magenschleimhautentzündungen. Des weiteren wirkt er entzündungshemmend, antibakteriell, beschleunigt die Wundheilung und stärkt die Immunabwehr.

Die Herstellung von Sirup und Salbe ist denkbar einfach:
Sowohl für Sirup, als auch für Salbe gibt es jeweils ein Rezept für Geduldige und eins für Ungeduldige.

Salbe für Geduldige:
Die grob zerhackten Spitzwegerichblätter werden mit gutem Öl bedeckt, dann dürfen sie zwei Wochen an einem sonnigen Örtchen ziehen. Anschliessend, wird das Öl abgeseiht und mit 12 Gramm Bienenwachs pro 100 ml Öl im Wasserbad erhitzt, bis das Wachs geschmolzen ist. Abfüllen in Tiegel - et voilà!

Salbe für Ungeduldige:
Gehe vor wie oben, aber anstatt, dass du zwei Wochen wartest, erhitzt du den Spitzwegerich im Öl im Wasserbad und lässt ihn für 30 Minuten bei geringer Wärme ziehen.

Als vegane Variante kann man auch einfach den Spitzwegerich in Kokosöl ansetzen, dieses verfestigt sich dann bei Zimmertemperatur wieder.

Sirup für Geduldige:
Hack die Spitzwegerichblätter grob in Stücke, schichte sie lagenweise mit Zucker (oder Honig) in ein Schraubglas (letzte Schicht sollte aus Zucker bestehen, sodass die Blätter bedeckt sind) und lagere das Ganze dunkel. Nach zwei Monaten hat sich der Zucker verflüssigt, den so entstandenen Sirup kannst du nun in Flaschen abfüllen.

Sirup für Ungeduldige:
Die grob gehackten Blätter werden in einem Topf mit Wasser bedeckt, dann kochst du einen Sud daraus, indem du das Ganze 20 Minuten simmern lässt. Anschliessend filterst du den Sub and gibst Zucker hinzu, sodass der Zuckeranteil bei mind. 60% (das garantiert die Haltbarkeit deines Sirups) liegt. Den Zucker auflösen und den Sirup abfüllen.

Auf den Fotos haben wir mal den angesetzten Ölauszug, sowie die Sirupproduktion für Ungeduldige dokumentiert:





Öl-Ansatz und Sirup-Ansatz für Geduldige

Spitzwegerich simmert 20 Minuten im Wasser

Der fertige Sirup für Ungeduldige - die dunkle Farbe ergibt sich durch den Rohrohrzucker

Der Sirup für Geduldige nach 1 Woche - man sieht unten schon, dass der Zucker anfängt, sich zu verflüssigen!

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Upcycling die wievielte?

SelbermacherGeschrieben von yella Di, März 06, 2018 15:44:17
Upcycling Nummer 385767603 - Taschen

Aus einer alten kurzen Hose und einem alten Rock, sowie aus gebatikter Bettwäsche von 'Omma' wurden zwei Taschen:


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Wachsreste

SelbermacherGeschrieben von yella Fr, November 24, 2017 16:07:53
Was hier auf dem Bild mehr oder weniger appetitlich nach ungebratenen Civapcici (?! Bitte buchstabieren sie "Tschiwapptschitschi"!) aussieht, sind eigentlich Feueranzünder aus Sägespänen und Wachsresten.


... und wo wir gerade schon mal bei Wachsresten sind, mit etwas Flexibilität kann man diese Kerze als "shabby chic" bezeichnen *hüstel*, der eigentliche Clou ist aber, dass sie ein selbstgebasteltes SCHMELZFEUER ist! Dafür nehme man einen etwas stabileren Draht, drehe ihn zu einer Spirale mit einem etwas breiteren Füßchen unten, fixiere einen (Glasfaser-)Docht darin, stelle ihn in eine Dose (oder ein hübschere Behältnis ;-) ) und gieße mit geschmolzenen Kerzenresten auf. Der Dauerdocht brennt und brennt und brennt und sobald das oberflächliche Wachs durch die Hitze der Flamme geschmolzen ist, kann man weitere Wachsreste dazugeben!



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Salzteiggebastel

SelbermacherGeschrieben von yella So, November 05, 2017 20:14:30
Vielleicht mag der eine oder andere sich noch daran erinnern: Grundschule - Muttertagsbasteln - mehr oder weniger definierbare Gebilde aus Salzteig. Aber mit gaaanz viel Liebe. :-)
Ganz unabhängig von anstehenden Feiertagen wollte ich es noch einmal wissen: Kann man auch etwas Schönes aus Salzteig basteln? Das Internet sagt, dass man statt Mehl auch Natron&Stärke in den Teig rühren kann - dann werden die Kreationen zarter und sehen edler aus. Ein kurzer Blick in den Vorratsschrank brachte eine schnelle Entscheidung: Mehl. Aber einfach nur Mehl und dann so sandfarbene Figürchen sind ja auch nix. Also musste noch Farbe her. Auf natürliche Art und Weise kann man seinen Teig zum Beispiel mit Kurkuma, Paprikapulver, Kakao oder Spinat- oder Rotkohlwasser färben, da ich von einem anderen Experiment aber noch ein paar Lebensmittelfarben hier herumfliegen hatte, habe ich es mir leicht gemacht.

Salzteig laut Rezept, aufgepeppt mit Stärke, weil ich mir einbilde, dass dann das Ergebnis feiner wird:

1 1/2 Tassen Mehl
1/2 Tasse Stärke
1 Tasse Salz
1 Tasse Wasser
1 TL Öl

Alles gut verkneten und dann nach Belieben färben - wenn färben, dann beachten, dass dadurch der Teig wieder feuchter wird, also entweder von vorneherein weniger Wasser verwenden oder hinterher noch etwas Mehl dazugeben.
Dann der Kreativität freien Lauf lassen.
Man kann die fertigen Figuren im Backofen oder an der Luft trocknen lassen - ersteres geht schneller, zweiteres braucht etwas Geduld. Da ich in meinem Holzbackofen keine konstante Temperatur gewährleisten kann, war ich "gezwungen", das mit der Lufttrocknung zu probieren. Klappt wunderbar, es dauert aber tatsächlich ein paar Tage, bis alle Figuren durchgetrocknet sind - das Wenden der kreativen Ergüsse nicht vergessen!
Wie man sieht, hellen sich die Farben beim Trocknen ziemlich auf, aus den intensiven Regenbogenfarben im nassen Zustand wurden am Ende zartere Pastelltöne, die ich aber auch ganz bezaubernd finde!






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Upcycling #3

SelbermacherGeschrieben von yella Di, September 26, 2017 10:24:02

Teppich aus alten Kleidern

Wenn du Kleidungsstücke hast, die eigentlich noch gut, aber nicht mehr an den Mann zu bringen sind, kannst du sie zu Bändern zerschneiden und einen super Teppich draus häkeln - hier mal die runde Variante.
Mit Klischeekatze, die mit dem Faden spielt und stolz den Teppich präsentierendem Hund.




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Wow!!! Lavendeldruck!

SelbermacherGeschrieben von yella Mi, August 02, 2017 17:13:02
... "Lavendeldruck?!" dachte ich, als ich das Wort das erste Mal hörte - und vor meinem inneren Auge entstand das Bild von irgendwas Kitschigem, bedruckt mit Lavendelblüten á la Serviettentechnik oder so...

Aber da lag mein inneres Auge glücklicherweise sowas von falsch! smiley

Lavendeldruck ist der Begriff für eine Übertragungstechnik von Motiven auf Stoff mittels Lavendelöl:
Kurz beschrieben: Man nehme ein dem Auge angenehmes Motiv, drucke es mit einem Laserdrucker aus (spiegelverkehrt!), lege das Motiv auf den Stoff, tränke es mit Lavendelöl, rubble das Motiv in den Stoff, fixiere mit dem Bügeleisen - und fertig!!!

Das muss ich unbedingt ausprobieren! Leider habe ich keinen Laserdrucker, aber beim nächsten Gang in die Stadt wird der Copy-Shop aufgesucht! smiley

Die genaue Anleitung findest du hier: www.smarticular.net/Lavendeldruck


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Flowerpower-Revival: Batiken

SelbermacherGeschrieben von yella Di, Juli 18, 2017 19:03:18
... ok, ich bin kein altes Blumenkind, zumindest nicht was die passende Epoche angeht, aber etwas hat wohl doch von meinen Eltern auf mich abgefärbt. smiley Á propros färben - da wären wir ja schon beim Thema!
Diverse weiße Laken und Hemden meiner Oma warten auf eine sinnvolle Weiterverarbeitung.
Weißer Stoff, Farben, hm..... was bietet sich da an? Ja genau! Die Farbe phantasievoll auf den Stoff zu bringen mittels Batiktechnik. Wenn man sich im Internet schlau macht, wie gesagt, als zu spät Geborene muss man das ja alles wieder neu entdecken, findet man so exotische Dinge wie "Shibori" - die japanische Batik-Variante - oder Wachsbatiken. Ich habe einfach mal ein paar Dinge ausprobiert.

Diverser weißer Stoff auf verschiedene Arten zusammengeschwurbelt und verknotet für (hoffentlich!) schöne Muster:

Dann nach einander in verschiedene Farben getaucht:


Das Ergebnis ist auf jeden Fall schön bunt smiley


...und was genäht wurde auch schon draus: Ein altes Bettlaken wurde vor dem Batiken per Schnittmuster schon zu Hosen Vorder- und Hinterteilen zugeschnitten:


Die fertige Hose sieht dann so aus:




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Upcycling #2

SelbermacherGeschrieben von yella Di, Juli 18, 2017 14:26:19
Aus einem aussortierten Kleid der Schwiegermutter... wird ein cooler Rock!




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