Eibenheim

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Wer sagt "Hier herrscht Freiheit" der lügt. Denn Freiheit herrscht nicht. Erich Fried


Blog des Familienlandsitzes Eibenheim - über uns, unsere Lebensweise und Interessantes zu den Themen Selbermacher, FreiSein und alternative Lösungen für das Leben

Upcycling für Fußböden im Winter

SelbermacherGeschrieben von yella Sa, November 17, 2018 12:18:21
... was macht man mit einem Wollpulli, an dem die Motten waren?

Man könnte das Katzenkörbchen damit auspolstern oder nächstes Jahr gluckenlose Küken damit einkuscheln...

...man kann aber auch die Wolle aufribbeln und was Neues draußen machen - die Zeit dazu haben wir ja!

Da ich immer kalte Füße hatte, wenn ich am Tisch saß, lag es nahe, ein Paar Hausschuhe draus zu basteln. Gedacht, getan. smiley

Also Pulli "mal eben" aufgeribbelt, Häkelnadel gezückt und los! Als Vorlage habe ich die 'Gammlos' (die einfach nachzuarbeitende Anleitung findest du auf YouTube) genommen:





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Saubere Sache

SelbermacherGeschrieben von yella Di, September 25, 2018 11:48:48

Heute mal etwas, das schon viele machen, viele aber auch noch nicht, jedoch würden sie es gern tun:

Wir machen Seife!

In Anbetracht der Einsatzmöglichkeiten kann das Seifensieden schnell zum Lieblingshobby ausarten, denn die klassische Seife befreit nicht nur unser größtes Organ - die Haut - von Schmutz, darüber hinaus gibt es Haarseifen, Rasierseifen, Peelingseifen und vieles mehr. Damit wirst du nie wieder um ein originelles Geschenk verlegen sein, dass du sogar noch auf die individuellen Bedürfnisse des Beschenkten abstimmen kannst! Freunde mit empfindlicher Haut oder Allergien freuen sich sehr über Hautpflegeprodukte, bei denen sie sicher sein können, dass umstrittene Zusatzstoffe wie Silikone oder Konservierungsmittel gar nicht erst enthalten sind. Darüber hinaus sparst du mit deiner eigenen Seife (je nach Zutaten) auf die Dauer nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Plastik ein, denn sämtliche Verpackungen, wie sie beispielsweise für Duschgel gebraucht werden, fallen hier weg.

Schon die Kelten verarbeiteten Ziegentalg und Asche zu Seife. Das ergab sicherlich kein sonderlich ansprechendes Ergebnis, der chemische Grundprozess war allerdings gegeben: Eine Lauge und ein Fett wurden miteinander „verseift“. Der moderne Seifensieder besorgt sich Natronlauge in der Apotheke und steht dann vor der Qual der Wahl eines geeigneten Pflanzenfettes. Hier eignen sich alle bekannten Speiseöle, die gern mit pflegenden Komponenten wie Kakaobutter kombiniert werden. Den Peelingeffekt liefern beispielsweise kleingehackte Kräuter, Farbe kommt mit Paprikapulver ins Spiel und die Nase wird durch natürliche ätherische Öle verwöhnt.

Wenn du nun neugierig geworden bist, dann bleib dran, gleich erkläre ich dir, wie das mit dem Seife machen geht! Darüber hinaus kann ich dir folgende Webseite empfehlen: www.naturseife.com. Hier findest du alles rund um das Thema Seifenherstellung, inklusive vieler Bezugsquellen für Zubehör und Zutaten. Wenn du lieber echtes Papier in der Hand hast, dann besorge dir das Buch von Claudia Kasper „Naturseife, das reine Vergnügen“!

Gut, los geht’s!

Wir stellen die sogenannte „kalt gerührte“ Seife her, das bedeutet, dass wir, im Gegensatz zu industriell hergestellter Seife, das Fett und die Lauge in kaltem Zustand zusammenbringen, so bleiben wertvolle Inhaltsstoffe in den Zutaten erhalten. Ausserdem verbleibt bei unserer Naturseife das beim Verseifungsprozess entstehende, für die Haut wertvolle, Glycerin in der Seife, wieder im Gegensatz zu industriell gefertigter Seife. Naturseife hat ebenfalls einen grösseren Anteil Wasser als industrielle Seife – dort wird dieses nämlich zusammen mit dem Glycerin entzogen. Deswegen solltest du darauf achten, dass deine Seife atmen und trocken darf, wenn sie nicht benutzt wird, sonst wird sie schnell zu weich und irgendwie schleimig…

Und noch etwas: Wir arbeiten mit Natronlauge (NaOH), wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine LAUGE, sprich sie hat ätzende Eigenschaften! Sorge deswegen bitte dafür, dass du dich selbst und deine Umgebung entsprechend schützt: Gummihandschuhe und lange Kleidung sind das Minimum für dich, achte aber auch zum Beispiel auf deine Augen – ganz vorsichtige Menschen greifen zur Schutzbrille. Kinder, Haustiere, unachtsame Ehemänner und ähnliches sollten aus der Seifenproduktions-Area entfernt werden, ebenfalls alles Essbare, das mit eventuellen Seifenspritzern „kontaminiert“ werden könnte. Du solltest vielleicht auch nicht gerade deine Lieblingsschüssel zum seifenrühren verwenden, am besten deklarierst du alte Utensilien, die du anderweitig nicht mehr verwenden möchtest, zum ausgewiesenen Seifengeschirr. Sollte doch einmal etwas Lauge an deine Haut oder sonst wohin, wo sie nicht hinsollte, geraten, stell dir eine Flasche mit Essig parat – damit kannst du die Lauge neutralisieren!

Jedes Fett hat spezielle Eigenschaften in der Seife, Kokosfett zum Beispiel, macht die Seife hart, schäumt aber nicht so gut, verseiftes Olivenöl braucht sehr lange, bis es aushärtet, schäumt aber gut – am besten sind also Fett-Kombinationen, in denen sich die positiven Eigenschaften der Fette gut ergänzen.

Gut, jetzt geht’s aber wirklich los!

Du brauchst als Grundausstattung:

- Einen Topf zum Schmelzen fester Fette

- Eine Waage

- Einen Behälter zum Mischen des Fettes mit der Lauge

- Einen (hitzeresistenten) Becher zum Anmischen der Lauge

- Einen, besser mehrere Rührlöffel und einen Pürierstab

- Ein Plastiksieb (kein Metall, das mag die Lauge nicht!!!)

- Ein Gefäß, in welches du die Seife einfüllst

- Folie zum Abdecken dieses Gefäßes

- Eine Decke zum Isolieren

Darüber hinaus brauchst du je nach Seifenrezept noch ein paar mehr Behälter, Rührlöffel usw.

Dazu kommen natürlich die Zutaten für dein individuelles Seifenrezept, ganz sicher brauchst du natürlich immer Natronlauge, diese rührt man sich in der Regel aus destilliertem Wasser und Natronpellets an. Das destillierte Wasser bekommst du in jeder Drogerie, das Natron über das Internet oder in der Apotheke.

ACHTUNG: Die Menge deiner Natronlauge errechnet sich aus der Art und Menge des verwendeten Fettes. Jedes Fett hat eine Verseifungszahl, mit der sich ausrechnen lässt, wieviel Natronlauge gebraucht wird. Seifenrechner findest im Internet, wie zum Beispiel diesen hier: http://www.tuula-seifen.de/seifenrechner.php

Vertraue keinem Rezept blind – prüfe die angegebene Laugenmenge immer selbst nach!

Ich mache heute mit dir eine „Orangenminze-Seife“ mit dem Kraut und einem milden Duft:

Verwendete Fette:

- Kokosöl 200g --- Verseifungszahl 0,1830

- Olivenöl 150g --- Verseifungszahl 0,1345

- Traubenkernöl 100g --- Verseifungszahl 0,1285

- Kürbiskernöl 100g --- Verseifungszahl 0,1350

Nun kommt etwas Grundlagenmathematik smiley

Die Ölmenge und die Verseifungszahl werden miteinander multipliziert – das ergibt die erforderliche Menge an NaOH, um das Öl komplett zu verseifen.

In unserem Fall:

200x0,1830 = 36,6 150x0,1345=20,17 100x0,1285=12,85 100x0,1350=13,5

In der Summe ergibt das 83,15 – also brauchen wir 83,15 Gramm Natronlauge, wenn wir unsere Fette komplett verseifen möchten. Da eine solche Seife allerdings recht scharf und daher hautreizend wäre, erhöhen wir den Fettanteil oder verringern den NaOH-Anteil, sodass nicht das gesamte Fett verseift wird - wir „überfetten“ die Seife. Normalerweise überfettet man mit 5-10%, wir probieren es hier mit 8%: 83,15 Gramm Natronlauge x 0,08 = 6,652 Gramm. Diese Menge ziehen wir von der errechneten Gesamtzahl ab: 83,15 – 6,652 = 76,5 Gramm (gerundet) NaOH

Die benötigte Wassermenge zum Auflösen des NaOH errechnen wir in diesem Fall aus der Fettmenge. Seifen mit bei Zimmertemperatur festen Fetten benötigen mehr Wasser, als solche mit flüssigen Ölen. Zur Ermittlung dividieren wir die Fettmenge einfach durch 3: 550g Fett = 180g Aqua dest. (gerundet)

Nun haben wir also schonmal unsere Grundzutaten parat: Fette und Lauge sind unter Dach und Fach!

Für die Orangenminze-Seife brauchen wir nun noch:

- Orangenminze (Kraut), dieses habe ich in ganz wenig Traubenkernöl mit dem Pürierstab zerhackt

- jeweils 10 Gramm Orangenöl und 10 Gramm Minzöl

Beides jeweils vorbereiten und auswiegen, sodass du im Herstellungsprozess keinen Stress bekommst.

Zum besseren Verständnis geht es jetzt mit "optischer Hilfe" weiter smiley


Nachdem wir nun unsere Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt haben, rühren wir zuerst die Natronlauge an. ACHTUNG: Dabei entstehen unangenehme Dämpfe, die nicht unbedingt eingeatmet werden sollten, auf ausreichende Belüftung sollte also geachtet werden. Außerdem erhitzt sich das Wasser beim Einrühren der Natronpellets, deswegen solltest du ein hitzebeständiges Gefäß benutzen. Nachdem du beide Komponenten zusammengebracht hast, rühre so lange, bis das Wasser wieder klar wird. Vor der Weiterverwendung sollten alle festen Bestandteile gelöst sein, da sie sich in der Seife nicht mehr weiter auflösen. Lasse das Ganze an einem geschützten Ort abkühlen:


Die Orangenminze wurde in Traubenkernöl püriert und die ätherischen Öle abgewogen:


Die Laugenabkühlzeit kannst du nutzen, um die im Rezept angegebenen festen Fette zu schmelzen, in diesem Fall ist das das Kokosfett. Verflüssige dieses in einem Wasserbad.

Wiege die anderen Ölmengen ab und gebe alle zusammen, auch das flüssige Kokosfett in den Behälter, in welchem du die Seife anrühren möchtest:



Nachdem die Lauge handwarm abgekühlt ist, gibst du sie DURCH DAS SIEB vorsichtig in die Fettmasse und rühren mit dem Rührlöffel beständig durch:


Nun bringen wir die Masse zum Andicken. Je nach verwendetem Öl kann das schnell gehen oder auch etwas länger dauern. Das hier verwendete Traubenkernöl braucht zum Beispiel länger zum Andicken. Manchmal ist nun also etwas Geduld gefragt. Um den Geduldsfaden nicht allzu sehr zu spannen, beschleunigen wir den Andickungsvorgang mit dem Pürierstab. Dabei Seifenspritzer und das Einbringen von Luftblasen möglichst vermeiden.

Die Masse wird jetzt recht schnell heller und undurchsichtig. Durch das Kürbiskernöl ist unsere Masse allerdings verhältnismäßig dunkel. Stetig weiter rühren (Pürierstab nicht überhitzen!) und zwischendurch immer mal wieder die Konsistenz testen. Sobald herunterfallende Tropfen nicht mehr versinken und das Ganze eine puddingartige Konsistenz bekommt, „zeichnet“ die Seife und der Moment ist gekommen, an dem wir die weiteren Zutaten beifügen können:



Die pürierte Orangenminze und die ätherischen Öle wandern nun in die Masse und werden untergerührt, bis sie gleichmäßig verteilt sind, am besten auch mit dem Pürierstab:



Nun kann die Masse eingefüllt werden, hierfür kannst du spezielle Seifenformen nehmen, da ich gern Dinge „upcycle“, verwende ich eine leere Tetrapackung. Das gibt der Seife später eine eher rustikale Form, dies passt meiner Meinung nach jedoch gut zu den natürlichen Inhaltsstoffen:



Die befüllte Form mit Folie gut verschließen und „schlafen legen“. Das heißt, du isolierst den Behälter mit einer alten Decke o.ä. für circa 24 Stunden. Auch während dieser Zeit sollten neugierige Familienmitglieder und Haustiere nicht an die Seife können:



Die Seife macht in dieser Zeit einiges an chemischen Veränderungen durch, bis sie schlussendlich als fester Block in der Form endet. Nun kannst du die junge Seife aus der Form holen und in Stücke schneiden. Nun ist leider wieder etwas Geduld gefragt – denn die Seife ist jetzt noch immer sehr scharf und muss erst reifen, dabei vollendet sich der Verseifungsprozess und die Seife wird milder. Dafür legst du sie nun für 6-8 Wochen an einen luftigen Ort aus:



Kaffeeseife, Orangenminze-Seife und Veilchenblätter-Seife:




Vor der endgültigen Verwendung solltest du deine Seife noch testen, entweder du besorgst die pH-Streifen oder du machst den „Kusstest“: Halte deine Zungenspitze kurz an die feuchte Seife – es sollte einfach nach Seife schmecken und darf auf de Zunge kein unangenehmes Brennen hinterlassen.

Und jetzt – endlich – ab unter die Dusche und Seife ausprobieren!!!!!! Viel Freude damit! smiley



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Zucchini? Ketchup?! Zucchiniketchup?!?

SelbermacherGeschrieben von yella Sa, September 08, 2018 18:36:13
Ja, auch ich fand das komisch - Ketchup aus Zucchinis?!

Doch wenn man wie jedes Jahr wieder vor einem Haufen Zucchinis sitzt und nicht mehr weiss, was man daraus noch alles machen soll (Jaaaaa, das ist Jammern auf sehr hohem Niveau smiley ), dann probiert man halt auch mal "was anderes". Und was soll ich sagen, wir waren komplett "baff"! Das funktioniert wirklich und schmeckt auch noch!!! Einige Kilos Zucchinis weniger und gesundes Rot im Glas. smiley

Absolut empfehlenswert, auch zum Beispiel als Dip für Nachos usw.!

Hier das Rezept:

3 kg Zucchini
1 kg Zwiebeln
1 Handvoll Salz
500g Zucker oder entsprechendes anderes Süssungsmittel
1 Liter Essig
3 EL Paprika
3 EL Curry
3 EL Cheyennepfeffer
2 Tuben Tomatenmark

Ich habe etwas weniger Cheyennepfeffer und etwas mehr Tomatenmark genommen.

Die Zwiebeln kleinschneiden, die Zucchini raspeln, alles in einen grossen Topf und zusammen mit den restlichen Zutaten und Gewürzen ordentlich durchkochen. Dann pürieren und noch heiss in Gläser füllen.

Bon appetit!





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Abwarten und Tee trinken?

SelbermacherGeschrieben von yella Mo, September 03, 2018 17:22:19

Nein - Tee selbst machen!
:-)

…und was ist mit Tee? So kennen viele von uns noch den Spruch aus der Werbung und genau das Selbe fragen wir dich jetzt auch: was ist eigentlich mit Tee? Genießt du ihn oder kommt er bei dir nur in die Tasse, wenn der Bauch zwickt?

In den Tee-Regalen lassen sich Designer ihre kreativen Ergüsse -Verzeihung, wir meinten natürlich Aufgüsse - in bunten Verpackungen und häufig mit künstlichen Aromen aufgepeppt, gern teuer bezahlen. Dabei ist das Herstellen des eigenen Tees denkbar einfach, kreativ und vor allem für Einsteiger in die Selbstversorgung bestens geeignet. Wurzeln, Rinde, Blätter oder Blüten – als Tee-Kreateur kannst du dich austoben. Jetzt im Hochsommer kommt man mit dem Sammeln gar nicht mehr nach, im Herbst gesellen sich viele Früchte dazu und zum Jahresende machen die Hagebutten der Heckenrosen mit ihrem leuchtenden Rot das Sammlerherz auf sich aufmerksam.

Erfrischende Teemischungen für den Sommer enthalten idealerweise kühlende Pfefferminzblätter und fruchtige Beerenmischungen (zum Beispiel Himbeeren oder Holunderbeeren), diese kann man sowohl frisch, als auch getrocknet für Tee verwenden. Auch Kräuter mit Heilwirkung wie zum Beispiel die Brennessel (Die entzündungshemmende Wirkung ist im Sommer ein gutes Hausmittel bei angeschwollenen Gelenken.) kann man gut beimischen.

Und wer jetzt meint "die sind doch bekloppt - bei DEN Temperaturen schütte ich mir doch nicht noch heissen Tee in den Hals!", dem lasse sich gesagt sein, dass Generationen von Wüstenvölkern sooo bekloppt nicht sein können.

Natürlich greifen wir lieber zum Kaltgetränk, dieses gaukelt dem Kopf die Erfrischung allerdings nur vor - der Körper hingegen meint, er müsse die Temperatur hochdrehen, um die kalte Flüssigkeit auf 37 Grad zu erwärmen, dadurch schwitzen wir noch mehr und der Kreislauf bedankt sich auch nicht

Wer dennoch partout auf sein Kaltgetränk besteht, der kann sich ja einen Eistee machen. $

À propros, die Grundlage für Eistee bildet der schwarze Tee, diesen können wir in unseren Breiten bekanntlich nicht selbst pflücken - solltest du als klassischer „Tea-Time“-Verfechter nur schwarzen Tee als „echten“ Tee anerkennen, dann versuche es doch mal mit fermentierten Brombeerblättern. Du wirst überrascht sein…





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Lass jucken!

SelbermacherGeschrieben von yella Sa, Juli 14, 2018 13:42:14

… oder eben nicht. Mücken - dieses Jahr sind sie vielerorts wahrlich überpräsent und vermiesen so manchem Sommerfrischler die lauen Abende.

Wer sich vor den lästigen Stichen schützen möchte, der greift schnell mal zur Flasche - und nebelt sich mit Nervengift ein! Viele herkömmliche Anti-Mückenmittel beinhalten unter anderem DEET. Dieses Pestizid dringt leicht durch die Haut in den Blutkreislauf und kann dann unerwünschte Wirkungen auf das Nervensystem entfalten (z. B. Taubheitsgefühle und Kribbeln, bei großflächiger Anwendung auch Hirnschädigungen und Krampfanfälle). Wenn das Mittel auf großen Flächen aufgetragen wird (z. B. ganzer Oberkörper - diese Fläche wird schnell bedeckt!), besteht ein höheres Risiko, dass DEET Nervenschäden hervorruft.

Deswegen langer Rede kurzer Sinn: Machen wir doch unseren eigenen Anti-Mücken-Cremebar!

Die Herstellung ist mal wieder denkbar einfach, du benötigst dafür nur folgende Zutaten:

- 30g Kokosöl

- 30g Sheabutter (zB)

- 30g Bienenwachs

- 100 -120 Tropfen ätherische Öle (gleich mehr dazu)


An ätherischen Ölen eignen sich zum Beispiel:

- Lavendel

- Cedernholz

- Lemongrass

- Pfefferminz

- Citronella

- Teebaumöl

Hier kannst du ausprobieren, was deiner Nase am ehesten und den Mücken am wenigsten zusagt. Für vorliegenden Anti-Mücken-Bar wurden jeweils 20 Tropfen von allen oben genannten Ölen verwendet - der Geruch ist ein angenehmer, typischer "Anti-Mücken-Duft".

Kokosöl und Sheabutter werden im Wasserbad schonend geschmolzen, dann wird das Bienenwachs hinzu gegeben und ebenfalls geschmolzen. Anschliessend fügst du die Mischung der ätherischen Öle hinzu und füllst die Masse in eine Form deiner Wahl. Erkalten lassen, aus der Form lösen (Tipp: sollte der Bar hartnäckig die Form nicht verlassen wollen, hilft entweder das Einfrieren in der Tiefkühltruhe oder kurzes Eintauchen in heisses Wasser, sodass die äussere Schicht leicht anschmilzt), eincremen und zum Mückenschreck mutieren!

Also, lass jucken!!!



Öle und Wachs abwiegen und schmelzen...
… so sieht das dann aus:
ätherische Öle dazu...
ab in die Form...
… und fertig!


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Die eigene Gesundheit und die Selbstbestimmung

SelbermacherGeschrieben von yella Di, Mai 29, 2018 17:17:27

Die eigene Gesundheit und die Selbstbestimmung

„Heute geh` ich zum Arzt, denn der muss auch leben. Der verschreibt mir was, denn die Pharmaindustrie muss auch leben. Das kauf ich in der Apotheke, denn die müssen auch leben... Und dann schmeiss ich das ganze Zeug weg, denn ich will auch leben.“ – Selbstversorgung hat sehr viel mit Selbstbestimmung zu tun, obiges Zitat von Luisa Francia bringt das sehr schön auf den Punkt. Wer seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen möchte, der befreit natürlich zuerst einmal seinen Vorratsschrank in der Küche von allem, was nur Nahrungs- und nicht LEBENsmittel ist und auch das eigene Oberstübchen sollte dann gründlich ausgemistet werden.

Darüber hinaus ist „gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen“, das sagte schon Pfarrer Kneipp, eines davon möchten wir euch heute ans Herz legen – es ist nahezu allgegenwärtig und altbekannt, es gibt auch schon viele Berichte darüber, aber da es so leicht zu "bekommen" und zu verarbeiten ist, stellen wir es hier stellvertretend vor: die Rede ist vom Spitzwegerich!

Bei Spaziergängen bildet er das Notfallmittel bei Insektenstichen: Einfach ein Blatt grob zerkauen und den Brei dann auf die Stichstelle auftragen - wirkt wunderbar!

Als Salbe hilft er bei Stichen jeder Art, Wunden, Entzündungen, Ekzemen und Verbrennungen, als Saft oder Sirup bei Husten und anderen Atemwegserkrankungen wie Asthma und Lugenentzündung, sowie Reizdarm und Magenschleimhautentzündungen. Des weiteren wirkt er entzündungshemmend, antibakteriell, beschleunigt die Wundheilung und stärkt die Immunabwehr.

Die Herstellung von Sirup und Salbe ist denkbar einfach:
Sowohl für Sirup, als auch für Salbe gibt es jeweils ein Rezept für Geduldige und eins für Ungeduldige.

Salbe für Geduldige:
Die grob zerhackten Spitzwegerichblätter werden mit gutem Öl bedeckt, dann dürfen sie zwei Wochen an einem sonnigen Örtchen ziehen. Anschliessend, wird das Öl abgeseiht und mit 12 Gramm Bienenwachs pro 100 ml Öl im Wasserbad erhitzt, bis das Wachs geschmolzen ist. Abfüllen in Tiegel - et voilà!

Salbe für Ungeduldige:
Gehe vor wie oben, aber anstatt, dass du zwei Wochen wartest, erhitzt du den Spitzwegerich im Öl im Wasserbad und lässt ihn für 30 Minuten bei geringer Wärme ziehen.

Als vegane Variante kann man auch einfach den Spitzwegerich in Kokosöl ansetzen, dieses verfestigt sich dann bei Zimmertemperatur wieder.

Sirup für Geduldige:
Hack die Spitzwegerichblätter grob in Stücke, schichte sie lagenweise mit Zucker (oder Honig) in ein Schraubglas (letzte Schicht sollte aus Zucker bestehen, sodass die Blätter bedeckt sind) und lagere das Ganze dunkel. Nach zwei Monaten hat sich der Zucker verflüssigt, den so entstandenen Sirup kannst du nun in Flaschen abfüllen.

Sirup für Ungeduldige:
Die grob gehackten Blätter werden in einem Topf mit Wasser bedeckt, dann kochst du einen Sud daraus, indem du das Ganze 20 Minuten simmern lässt. Anschliessend filterst du den Sub and gibst Zucker hinzu, sodass der Zuckeranteil bei mind. 60% (das garantiert die Haltbarkeit deines Sirups) liegt. Den Zucker auflösen und den Sirup abfüllen.

Auf den Fotos haben wir mal den angesetzten Ölauszug, sowie die Sirupproduktion für Ungeduldige dokumentiert:





Öl-Ansatz und Sirup-Ansatz für Geduldige

Spitzwegerich simmert 20 Minuten im Wasser

Der fertige Sirup für Ungeduldige - die dunkle Farbe ergibt sich durch den Rohrohrzucker

Der Sirup für Geduldige nach 1 Woche - man sieht unten schon, dass der Zucker anfängt, sich zu verflüssigen!

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Upcycling die wievielte?

SelbermacherGeschrieben von yella Di, März 06, 2018 15:44:17
Upcycling Nummer 385767603 - Taschen

Aus einer alten kurzen Hose und einem alten Rock, sowie aus gebatikter Bettwäsche von 'Omma' wurden zwei Taschen:


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Wachsreste

SelbermacherGeschrieben von yella Fr, November 24, 2017 16:07:53
Was hier auf dem Bild mehr oder weniger appetitlich nach ungebratenen Civapcici (?! Bitte buchstabieren sie "Tschiwapptschitschi"!) aussieht, sind eigentlich Feueranzünder aus Sägespänen und Wachsresten.


... und wo wir gerade schon mal bei Wachsresten sind, mit etwas Flexibilität kann man diese Kerze als "shabby chic" bezeichnen *hüstel*, der eigentliche Clou ist aber, dass sie ein selbstgebasteltes SCHMELZFEUER ist! Dafür nehme man einen etwas stabileren Draht, drehe ihn zu einer Spirale mit einem etwas breiteren Füßchen unten, fixiere einen (Glasfaser-)Docht darin, stelle ihn in eine Dose (oder ein hübschere Behältnis ;-) ) und gieße mit geschmolzenen Kerzenresten auf. Der Dauerdocht brennt und brennt und brennt und sobald das oberflächliche Wachs durch die Hitze der Flamme geschmolzen ist, kann man weitere Wachsreste dazugeben!



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