Eibenheim

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Wer sagt "Hier herrscht Freiheit" der lügt. Denn Freiheit herrscht nicht. Erich Fried


Blog des Familienlandsitzes Eibenheim - über uns, unsere Lebensweise und Interessantes zu den Themen Selbermacher, FreiSein und alternative Lösungen für das Leben

vollkommenfrei.at

FreiSeinGeschrieben von yella Sa, April 29, 2017 21:01:23
Lösungen für ein selbstbestimmtes Leben - in 8 Kapiteln für 8 Lebensbereiche
... und wir sind mit dabei! smiley
Hier der Trailer und mehr auf www.vollkommenfrei.at




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Der Holzstoß

FreiSeinGeschrieben von yella Mo, Januar 23, 2017 16:30:57


Das Dorf in dem Kathi lebte, war abseits der großen Städte und die Bewohner pflegten eine eigene Denkweise, die von vielen nicht nachvollzogen werden konnte. Alle im Dorf waren glücklich und die besten Handwerker und die tüchtigsten Frauen stammten aus gerade diesem Dorf.

Kathi turnte auf den Stämmen am Wiesenhang, dabei musste sich eine Sperre gelockert haben und nach und nach fingen alle Stämme an zu rollen. Im letzten Augenblick konnte sie noch zur Seite springen und stand nun da, musste zuschauen, wie der ganze Holzvorrat für den Winter den Hang hinunterpolterte und unten in den reißenden Strom fiel. Ein Stamm nach dem anderen. Es wurde ihr sofort klar, dass die kurze Zeit bis zum Winter nie reichen würde, um wieder ausreichend Holz für alle zu schlagen. Diesen Winter müssten sie alle frieren, vielleicht sogar erfrieren.

Kathi lief weg und versteckte sich. Sie wollte nie mehr nach Hause gehen. Ständig machte sie sich die größten Vorwürfe, dass sie trotz des Verbotes dort gespielt hatte. Selbst hätte sie auch schon so gescheit sein müssen.

Es war schon dunkel, als sie sich dann doch noch entschloss, heimzugehen und alles zu beichten.

Als sie sich dem Dorf näherte, sah sie schon von weitem, dass eine große Runde um ein Feuer saß und schweigend wartete. Ihr fiel das Herz in die Hosentasche. Zögernd ging sie weiter. Als man sie wahrnahm, erhob sich der Älteste der Runde und ging auf sie zu, umarmte sie und hielt sie eine Zeit schweigend fest in seinen Armen, dann sprach er:

Ich liebe dich und ich bitte dich, liebe auch du dich selbst!
Ich verzeihe dir und ich bitte dich, verzeihe auch du dir selbst!
Ich segne dich und ich bitte dich, segne auch du dich selbst!

Während er diese drei Sätze sagte, schaute er ihr fest in die Augen. Dann ließ er sie los und ging zurück in die Runde.
Von da kam nun schon der Zweitälteste auf sie zu, umarmte sie ebenfalls und sage zu ihr:

Ich liebe dich und ich bitte dich, liebe auch du dich selbst!
Ich verzeihe dir und ich bitte dich, verzeihe auch du dir selbst!
Ich segne dich und ich bitte dich, segne auch du dich selbst!

So ging es weiter, bis alle vierunddreißig Erwachsenen bei ihr waren. Dann wurde sie in die Runde der Erwachsenen gebeten. Es war das erste Mal, dass sie in dieser Runde sein durfte. Sie musste ganz genau erzählen, wie es sich zugetragen hatte. Dann wurde beraten.

Es wurde darüber gesprochen, dass es ein Fehler war, das Holz so dicht am Hang zu lagern, dass die Zeit bis zum Wintereinbruch viel zu kurz sei um neues Holz zu machen. Dann wurde beschlossen, dass sich dieses Jahr alle auf das Gemeinschaftshaus im Dorfzentrum beschränken müssten. Dort sollten dann bei Kälte auch alle schlafen.

Die Absicht, für die sieben Häuser der sieben im Dorf lebenden Familien je eigenes Holz zu machen, wurde vollkommen aufgegeben.

Auch wurde immer wieder nach dem Geschenk gefragt, das wohl in diesem Vorfall versteckt sei. Andere fragten, was wohl die gute Seite an diesem Unglück sein möge.

Kathi hörte das wohl, konnte damit aber nichts anfangen. Sie war fürs erste froh, dass sie nicht geschimpft worden war.

Sie konnte sogar das Verzeihen der anderen annehmen und glauben, hatte es doch jeder einzelne mit aufrichtigem Herzen zu ihr gesagt: "Ich verzeihe dir …"
Aber der zweite Teil "... ich bitte dich, verzeihe auch du dir selbst!", das fiel ihr so schwer, sie konnte es nicht; immer wieder machte sie sich selbst Vorwürfe.

Es war einige Zeit seit dem Vorfall vergangen, der Winter kam früher als erwartet und die großen Schneemassen hatten alles unter sich begraben. Der Holzvorrat war so knapp, dass er nur reichen konnte, wenn ganz sparsam damit umgegangen wurde. - Aber dieser Mangel war nirgends zu spüren.

Alle lebten nun im Gemeinschaftshaus und die Körper der Leute heizten mit, so dass auch bei kleinem Feuer eine angenehme Temperatur herrschte.
So einen schönen und lustigen Winter hatte es noch nie gegeben. Es wurde viel miteinander gesungen, gespielt, Geschichten erzählt und gelacht. Alle waren glücklich und immer wieder konnte man hören: "Gut, dass Kathi das Holz ins Wasser rollen ließ!"

Immer und immer wieder wurde dieser Umstand ganz besonders erwähnt und das gab Kathi die Kraft, ihre Selbstvorwürfe nach und nach aufzugeben. Sie sah und erlebte es, es war der schönste Winter ihres Lebens. Wäre das Holz nicht vernichtet worden, so hätten sie, wie all die Jahre vorher, getrennt, jede Familie in ihrem eigenen Häuschen, eingeschneit diese lange Zeit mit Handarbeiten und vor allem nur beschränkt auf die Familie verbringen müssen.

Wie herrlich ist doch eine so große Gemeinschaft.

Als sie die Selbstvorwürfe aufgeben konnte, fing sie auch an zu begreifen, was mit dem Geschenk in dem Unglücksfall gemeint war. Es war wirklich ein Geschenk, denn die Gemeinschaft hatte beschlossen, dass auch im nächsten Winter wieder alle im Gemeinschaftshaus leben sollten. Dadurch würden nicht nur die Winter schöner und kurzweiliger, sonder die Zeit konnte auch gut genutzt werden, um die Kleinen in die verschiedensten Handwerkstechniken einzuführen. Von den Männern wurde besonders freudig herausgestellt, dass sich nun die Zeit für das Schlagen des Winterholzes stark verkürzte. Statt vier Monate sind es nun nur noch drei Wochen. Sie sparen sich neun Wochen schwerste Waldarbeit - dank Kathi.

Seit dem Unglückstag durfte Kathi bei den Beratungen der Erwachsenen teilnehmen. Es gab immer wieder Situationen in denen in der Gemeinschaft etwas geschah, was auf den ersten Blick furchtbar war. Die Erfahrung und Denkweise der Gemeinschaft war es jedoch, dass überall ein Geschenk enthalten ist. Davon ist nun auch Kathi überzeugt. Es ist ihr zur Gewissheit geworden.

Meistens waren es junge Mitglieder der Gemeinschaft, denen ein Missgeschick widerfuhr. Wenn Kathi dann an der Reihe war, den Betroffenen zu umarmen, dann konnte sie mit ihrem Herzen, aus tiefster Überzeugung und mit ruhiger und fester Stimme ihre ermutigenden und liebevollen Worte sagen.

Dieser Brauch (diese Ritual), den Verursacher vollkommen zu entlasten, wurde auch weiterhin gepflegt. Wenn es wieder so weit ist, geht auch heute noch jeder einzelne Dorfbewohner hin, drückt den anderen und sagt ihm diese drei Sätze.

Ich liebe dich und ich bitte dich, liebe auch du dich selbst!
Ich verzeihe dir und ich bitte dich, verzeihe auch du dir selbst!
Ich segne dich und ich bitte dich, segne auch du dich selbst!

nach Lena Lieblich



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Statt...

FreiSeinGeschrieben von yella Do, Dezember 22, 2016 19:38:11
... die ökologische, verantwortungsbewusste, gesunde, was auch immer Alternative zu...

www.anstattdessen.de

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Wie Du mit Charme, Humor und Weisheit das bekommst was Du willst ...

FreiSeinGeschrieben von yella Mo, November 28, 2016 19:32:21
MagSt: Eine tolle Methode der Kommunikation, die auf positive und witzige Weise zur Verständigung beiträgt:


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www.huschachtner.com
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Unabhängig leben...

FreiSeinGeschrieben von yella Mo, November 28, 2016 14:50:00
...ist auf viele verschiedene Arten möglich. Vielleicht ist deine Art ja die des "digitalen Nomaden". Erfahre mehr auf www.wirelesslife.de

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Jede Zelle meines Körpers ist glücklich

FreiSeinGeschrieben von yella Di, November 22, 2016 09:50:08


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Ja:

FreiSeinGeschrieben von yella Mo, November 21, 2016 20:58:53


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Viel im Kopf?

FreiSeinGeschrieben von yella Mo, November 21, 2016 20:54:16

Hier ein Vorschlag zum "Runterkommen", übernommen von mymonk.de:

Von Sorgen und Angst befreien in 3 Minuten (ein „Trick“ aus der Achtsamkeit)

Text von: Christina Fischer

Es war die heiße Phase. Die Abschlussprüfungen standen an und ich verzweifelte bereits bei der Prüfungsanmeldung an der Uni-Bürokratie. Im Hinterkopf lauerten zermürbende Gedanken: „Was, wenn mein Abschluss nicht gut wird?“ „Was, wenn ich keinen Job finde?“ Schon hörte ich diverse „Ich-habs-dir-doch-Gesagts“ in meinen Ohren klingeln: „War doch klar, dass mit einem Germanistik-Studium nichts aus Dir wird.“

Gleichzeitig war meine finanzielle Lage gerade ziemlich mies. Ich jonglierte mit zwei Studentenjobs, für die ich aber wiederum keine Zeit hatte, da ich ja lernen musste. In meinen Gedanken erklärte ich meinen Arbeitgebern auf Knien, warum ich schon wieder keine 20 Stunden arbeiten konnte und diskutierte mit mir selbst darüber, warum ich dieses Studienfach gewählt hatte.

So tobte es in meinem geschundenen Hirn. Ich saß am Rheinufer und blickte aufs Wasser. Aber ich sah nichts davon wirklich. Vor meinen Augen waren nur meine Probleme, meine Horrorszenarien, meine eingebildeten Diskussionen.

Der große Knall

Als es in meinem Sichtfeld plötzlich schwarz wurde und mein Herz anfing zu rasen, war mir klar; Es ist aus mit mir, ich werde jetzt sterben. Mir wurde übel, gleichzeitig war mir kalt und in meinem Hals steckte ein unglaublich fetter Kloß. Mein Körper spielte vollkommen verrückt, ich war nicht mehr Herrin der Lage (aber wann war ich das eigentlich überhaupt zuletzt gewesen?).

Wider Erwarten erlebte ich nicht mein letztes Stündlein, aber dafür eine fiese Panikattacke.

Wie konnte mir das passieren?

Anstatt selbst das Ruder in der Hand zu behalten, hatte ich meine Befürchtungen, die Erwartungen anderer und jede Menge eingebildete Zweifel, Sorgen und Ängste die Kontrolle übernehmen lassen. Mein Körper tat etwas, aber mein Geist war an tausend Orten gleichzeitig und weit, weit weg. Das alles war mir nun mit einem Knall gründlich um die Ohren geflogen.

Mangelware Achtsamkeit

Dabei hätte ich genauso gut einen wunderbaren Moment der Ruhe erleben können, damals am Rheinufer. Vielleicht hätte ich einen schönen Sonnenuntergang gesehen oder einfach nur festgestellt, dass ich in Taubenkacke saß – wer weiß. Doch ich war beschäftigt mit tausend anderen Dingen und Fragen in meinem Kopf. Fragen, die ich in diesem Moment ohnehin nicht hätte beantworten können. Dingen, die ich in diesem Moment sowieso nicht hätte erledigen können.

Und so geht es uns allen viel zu oft. Wir reiben uns auf an Erwartungen anderer, hämmern mit Selbstzweifeln auf uns ein, wälzen Befürchtungen in unseren Hirnen hin und her wie hundert Kilo schwere Ölfässer. Wir denken, dass wir einen Plan für alles brauchen – und das am besten seit gestern. Und im Nacken sitzt uns die ganze Gesellschaft mit ihrem Korsett an Erwartungen, in das wir uns gewaltsam pressen wollen, um ja nicht unangenehm aufzufallen. In diesem selbstgebauten Hamsterrad strampeln wir uns viel zu oft ab. Was auf der Strecke bleibt, ist der Moment, der gerade ist. Unsere Achtsamkeit. Das Einfach-mal-Loslassen.

Schreib’ Deine Geschichte wieder selbst

Statt uns unser Leben – unsere Geschichte – von äußeren (tatsächlichen und eingebildeten) Zwängen diktieren zu lassen und nach diesem Drehbuch zu leben, sollten wir dringend öfter selbst den Stift in die Hand nehmen. Wir sind die Hauptperson in diesem Stück, das unser Leben ist. Und da uns nur diese eine Rolle auf den Leib geschrieben ist, sollten diese doch auch ausfüllen. Dazu müssen wir jedoch erst einmal dort ankommen, wo wir gerade sind: Im Hier und Jetzt.

Wenn Dein Leben ein Roman wäre …

Warum entspannt es uns, wenn wir ein gutes Buch lesen? Einer der vielen Gründe ist wohl: Weil wir voll und ganz in die Geschichte eintauchen und dabei unseren Alltag mit all seinen Forderungen draußen lassen. In einer guten Geschichte sind wir nah am Protagonisten. Wir sehen, was er sieht, riechen, was er riecht, schmecken, was er schmeckt – und das gefühlt in Echtzeit. Wenn ein Autor eine Szene in einem Buch zum Leben erwecken will, muss er sie beschreiben – mit allen nötigen Details. Nur so kommt der Leser tatsächlich in dem Moment an, den der Protagonist in der Story erlebt.

Genau diesen Effekt können wir auch für uns nutzen, um in unserem eigenen Hier und Jetzt anzukommen – gerade dann, wenn uns die Achtsamkeit mal wieder verlassen hat.

Beschreibe den Moment wie in einem Roman – Eine Variante der 5-4-3-2-1-Übung nach Yvonne Dolan

Es gibt einen Trick, der mir oft sehr geholfen hat, meine Achtsamkeit recht schnell wiederzufinden und mich von den Ängsten und Sorgen zu befreien. Dafür kannst Du Dir folgendes vorstellen:

Du bist der Autor der Geschichte, die sich gerade abspielt, und blickst auf Dich als Protagonisten. Was ist um Dich herum? Wo befindest Du Dich? Was tust Du gerade?

Welche Geräusche umgeben Dich? Wonach riecht es? Wie fühlt sich der Boden an, auf dem Du stehst, der Stuhl, auf dem Du sitzt? Ist es kalt, ist es warm? Wie ist das Licht? Beschreibe all das in Gedanken, genau so, als würdest Du eine Situation in einem Roman darstellen wollen. Geht bis ins Detail – tobe Dich künstlerisch richtig aus. Beschreibt den Moment so lange und so ausführlich, bis Du wirklich da bist: Bei Dir selbst in Deinem Hier und Jetzt.

Wichtig ist, dass Du Dich auf das Außen konzentrierst und nicht auf Dein Inneres, wo Deine Gedanken kreiseln, wild mit den Armen rudern und beachtet werden wollen. Um die notwendige Distanz zum Gedankenwirrwarr zu wahren, kannst Du die Geschichte auch in der dritten Person erzählen und für zusätzlichen Abstand gern auch in der Vergangenheit (z.B. „Christina saß an ihrem Schreibtisch. Es duftete nach dem Milchkaffee, den sie sich gerade erst über ihre Hose geschüttet hatte…“).

Wenn Gefahr in Verzug ist (Du zum Beispiel gerade eine Panikattacke am idyllischen Rheinufer hast) oder Dir einfach mal die Worte fehlen, kann auch die „5-4-3-2-1-Übung“ der Psychologin Yvonne Dolan helfen, an die die obige Schreib-Übung angelehnt ist. Sie geht ähnlich – nur ohne die Roman-Komponente: Du nennst zuerst fünf Dinge, die Du siehst. Dann fünf Dinge, die Du hörst. Und danach fünf Dinge, die Du fühlst – nicht emotional, sondern nur körperlich (etwa einen Druck im Bauch, einen Kloß im Hals, …). In der nächsten Runde nennst Du noch mal vier Dinge, die Du siehst, hörst und fühlst. Dann drei, und so weiter. Nach wenigen Minuten solltest Du Dich auf diese Weise selbst am Schlafittchen zurück in Deine Gegenwart gezogen haben.

Der Autor Joseph Conrad sagte: „Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen“. Das (geistige) Schreiben kann uns jedoch auch selbst sehen machen. Und zwar den Moment, den wir erleben und in dem selten alles so schlimm ist, wie es uns die Gedanken im Kopf weismachen wollen.



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